//// Slowakei
Traditioneller Gänsebraten
Zum Herbstbeginn kann überall in den Dörfern und Städtchen der Kleinen Karpaten das Aroma gerösteter Kastanien und der verführerische Duft des legendären slowakischen Gänse- und Ente-Bratens gerochen werden.
Die bereits über hundert Jahre alte Tradition dieser legendären Delikatesse ist insbesondere in Dörfern wie zum Beispiel Slovenský Grob oder Starý Grob, aber auch in zahlreichen weiteren traditionellen Restaurants mit Hausmannskost, die auf dem Weinweg in der Region der Kleinen Karpaten zu finden sind, bekannt. Hier bieten die besten Spezialisten in Sachen des Gänsebratens und örtliche Weinbauer allen Gourmands unwiederholbare Erlebnisse.
Gänsebraten-Kulinarium
Jedes Jahr kommen hierher über 50.000 Besucher und genießen den knusprigen auf der Zunge zergehenden Gänsebraten, mit „Lokschen“, dazu Äpfel und Beilage aus Sauerkraut oder Peperoni. Die Bewirtung mit Gänsespezialitäten runden ausgezeichnet die hausgemachten Apfel-, Topfen- oder Mohnstrudeln oder hausgemachte Grammel- oder Erdäpfelteig-Pogatschen ab. Zum guten Gänsebraten gehört auch etwas Gutes zum Trinken. In dieser Region mangelt es keineswegs an guten Getränken: im Angebot stehen Sturm aber auch Weine aus inländischer und ausländischer Produktion.
Saison der Gourmands
Die Hauptsaison des Gänsebratens, die ab September bis Dezember läuft, beginnt bereits traditionell am letzten Wochenende im August mit dem „Tag der offenen Türen der Gilde der Unternehmen mit Gänsespezialitäten“, in der 14 Restaurants aus Slovenský Grob vereint werden. Die Qualität der gastronomischen Dienstleistungen wurde 2006 sogar durch die Europäische Kommission anerkannt, indem von 422 Projekten aus der Europäischen Union das slowakische Projekt „Tradition des Gänsebratens“ als das beste Projekt im Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen bewertet wurde.
Aus der Geschichte
Slovenský Grob wurde in der Vergangenheit zur Gänse- und Entenzucht durch dessen günstige natürliche Bedingungen vorbestimmt. In der Gemeinde und deren Umgebung befinden sich zahlreiche Seen, Sumpfwiesen und reichhaltige grüne Heiden. Zu Zeiten der Wirtschaftskrisen begannen die Wirtinnen Gänse und Enten auch gebraten zu verkaufen und erwarben damit viele Kunden, die später mit ofenfrisch gebratenen Gänsebraten direkt in ihren Wohnzimmern bewirtet wurden. Diese Tradition blieb bis heute erhalten, jedoch werden die Gäste heutzutage in die traditionellen Restaurants eingeladen.
Geheimnisse guten Gänsebratens
Die richtige Gans sollte drei bis vier Monate gezüchtet werden und anschließend, damit diese das erforderliche Gewicht an Fleisch und Fett bekommt, vier Wochen lang mit Mais nachgefüttert werden. Gänse werden am besten in Brattöpfen aus Ton, solchen, die auch zum Brotbacken verwendet werden, gebraten. Auf diese Art und Weise bekommt der Braten die richtige goldbraune Farbe, wunderbaren Duft und unwiderstehliche Knusprigkeit. Das Rezeptgeheimnis eines weichen und gleichzeitig knusprigen Bratens ist dabei angeblich ganz einfach: die gefütterte Gans sollte unmittelbar nach dem Schlachten nicht weniger als sieben Kilogramm auf die Waage bringen, damit das Fleisch gute Qualität ausweist, und außerdem soll sie einen Tag vor dem Braten richtig eingesalzt werden. Während des Bratens im Brattopf aus Ton soll sie mit Milch übergossen werden.
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