//// Slowakei
Bratislava: In Gedenken nicht nur an Chatam Sofer
Die Gedenkstätte für Chatam Sofer ist eines der bedeutendsten Judendenkmälder der Welt und ein Ort der Andacht - und ein eindrucksvolles Werk modernen Designs.
Diese Gedenkstätte ist nach dem einflussreichen Chefrabbi Bratislavas Moshe Schreiber benannt, auch bekannt als Chatam Sofer, der eine der führenden Persönlichkeiten des europäischen Judentums des 19. Jahrhunderts war. Sein Grab, sowie 22 weitere sind von dem 1943 zerstörten jüdischen Friedhof des 17. Jahrhunderts übriggeblieben. Die Gräber waren über Jahrzehnte von einer Betonplatte überdeckt, bis um die Jahrhundertwende der Architekt Martin Kvasnica beauftragt wurde, den heutigen Komplex zu gestalten.
Er entspricht den strengen Anforderungen der Halacha (Jüdisches Gesetz) und ist zudem ein eindrucksvolles Werk modernen Designs. Es wurde 2002 eröffnet und ist auch heute ein Ort der Andacht.
Die Geschichte
Wo heute das unterirdische Mausoleum des Chatam Sofer liegt,
erstreckte sich einst ein großer jüdischer Friedhof. Einst, das
heißt von seiner Gründung 1660 bis zur Zerstörung: Aus sechstausend
Gräbern wurden 1942 die Gebeine (ein Günstling Hitlers herrschte
über die Slowakei) exhumiert und gegen die verzweifelten Proteste
der noch in Preßburg lebenden Juden zum Abhang der Burg überführt.
Dies geschah, um im Rahmen eines Tunnelneubaus das Bodenniveau um
sechs Meter anzuheben.
Infos zur Anmeldung für Führungen gibt es unter folgender E-Mail-Adresse: info@chatamsofer.com
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