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Adalbert 4-2 © Ursula Pietschmann

Das mycentrope-Adventfenster: Adalbert (1)

mycentrope.com schenkt Ihnen eine Weihnachtsgeschichte. Lesen Sie jeden Adventsonntag den illustrierten Erstabdruck von Adalbert, dem Weihnachtszwerg.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ... los gehts mit Teil 1 von

Adalbert, dem Weihnachtszwerg!

                                                                                                                            

Diese Geschichte ist für mich geeignet wenn ich:

...mich schon etwas länger konzentrieren kann

...die 4 Jahreszeiten kenne

...verstehe, was Zukunft und Vergangenheit ist

***

Adalbert, der klitzekleine Gartenzwerg, stand in einem wunderschönen Garten an einem netten, sonnigen Platz gleich neben dem Flieder.

Immer wenn die Sonne aufging, blinzelte Adalbert vergnügt ins Licht und sein blonder Schopf leuchtete unter der roten Mütze hervor.            

„Ich bin der glücklichste Gartenzwerg in diesem Garten“, dachte Adalbert immer wieder.                    

Das war ja auch kein Wunder, denn jeden Tag wenn die Sonne schien, kam der alte Gärtner mit seiner grünen Schürze in den Garten, um seine Freunde, die Blumen und Sträucher, zu hegen. Und jedes Mal kam er zum Fliederbusch und begrüßte seinen kleinen Freund, den Gartenzwerg: „Hallo Adalbert, mein klitzekleiner Gartenzwerg, wie geht es dir heute?“

Da strahlten die grünen Zwergenaugen unter dem blonden Schopf und der roten Zipfelhaube vor Freude.

„Mich vergisst der alte Gärtner nie!“ freute sich Adalbert.

Kam dann ein Regentag und die Erde unter Adalberts Füßen wurde feucht und jeder Regentropfen platschte dem kleinen Gartenzwerg ins Gesicht, dann dachte Adalbert nur an den nächsten Sonnentag und er war gar nicht traurig, dass seine kleine grüne Schürze und sein Gesicht, ja sogar die rote Zipfelhaube über und über mit braunen Erdspritzern überseht war.

Denn kamen die ersten Sonnenstrahlen, so kam auch der alte Gärtner.

Er begrüßte seine Blumen, beglückwünschte sie zu dem schönen Regenguss und ging dann schnurstracks zu Adalbert.   

Behutsam hob er ihn auf, zog ein großes Tuch aus seiner Schürzentasche und polierte den ganzen Gartenzwerg bis er glänzte.

„Mein armer klitzekleiner Gartenzwerg,“ lachte der alte Gärtner, „dir gefällt der Regen sicher nicht so gut wie unseren Freunden den Blumen. Aber jetzt bist du ja wieder trocken und schön.“

Mit diesen Worten stellte er Adalbert wieder an seinen Platz unter dem Flieder.

Kam dann der Winter, wurde Adalbert vom alten Gärtner vorsichtig in ein weiches Tuch gewickelt, es wurde ganz finster rund um ihn und er durfte den ganzen Winter in einer Schachtel im Regal des Gartnerhäuschens schlafen.

Dort träumte Adalbert, während es draußen schneite vom Sommer, vom Garten und von seinem alten Gärtner, der ihn immer genauso liebevoll pflegte und hegte wie seine Blumen und Sträucher.

Doch an einem kalten und regnerischen Herbsttag änderte sich Adalberts Leben plötzlich.

Der Regen dauerte nun schon ein paar Tage und viele Blätter lagen um Adalberts Füße:

 “Eigenartig,“ dachte er, „dass mich der alte Gärtner noch nicht holt, um mich in das weiche Tuch zu wickeln. Es müsste doch schon meine Schlafenszeit beginnen?“

Aber Adalbert wartete vergebens.

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