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René Magritte in der Albertina
Erkenntnis des Verborgenen: "Das Lustprinzip“ - Surreale Bildwelten von René Magritte, Albertina-Ausstellung in Wien.
Die Albertina zeigt von 9. 11. 2011 - 26. 2. 2012 eine der umfangreichsten Magritte-Ausstellungen, die es je in Österreich gegeben hat. Mehr als 150 Gemälde und Papierarbeiten repräsentieren das künstlerische Schaffen des belgischen Surrealisten René Magritte (1898 - 1967), begleitet von einer ausführlichen Dokumentation seines Lebens und Weltbildes durch originale Schriften, Foto- und Filmmaterial. Die Magritte-Ausstellung in der Albertina in Wien wurde in Kooperation mit Tate Liverpool organisiert.
Der Titel der Magritte-Ausstellung "Das Lustprinzip" ist nicht nur der Name eines 1937 von René Magritte gemalten Bildes, sondern stützt sich vor allem auf die Ansichten des berühmten österreichischen Arztes und Psychologen Sigmund Freud (1856 – 1939), von dem das Zitat "Kunst ist vielleicht die sichtbarste Wiederkehr des unterdrückten Bewusstseins" stammt, das den Surrealismus eigentlich auf den Punkt bringt.
"Das ist keine Pfeife." - witzig und vernunftgesteuert, die Werke von Magritte
"Ceci n'est pas une pipe." steht in elegantem Schriftzug hinein gemalt in das naturalistische Abbild einer Pfeife. "Falsch!", denkt man zuerst und kommt dann doch dahinter, dass es stimmt. Das ist wirklich keine Pfeife, man kann sie nicht stopfen, man kann sie nicht rauchen. Es ist ein Bild von einer Pfeife. René Magritte wirft nicht nur mit diesem seiner Werke die trivialste aller Fragen auf: Was ist überhaupt Wirklichkeit? Sein Leben lang thematisierte Magritte den Unterschied zwischen der Wahrnehmung von Wirklichkeit und der Wirklichkeit.
Tag und Nacht in einem Bild - Magritte war ein Meister der irrealen Gegensätze
"L'empire des Lumières/Das Reich der Lichter", 1954 - Auf dem Bild sieht man eine Häuserreihe im Dunkeln, vor der eine erleuchtete Straßenlaterne steht. Doch irgend etwas stimmt nicht - erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass der Himmel strahlend blau und taghell ist. René Magritte war ein Meister der irrealen Gegensätze, seine Bilder stecken voller Überraschungen und haben poetische Wirksamkeit: Das Gemälde einer nächtliche Meeresküste zum Beispiel, in deren Himmel eine überdimensionale Taube mit dem Tapetenmuster weißer Wölkchen schwebt - "Der Kuss/Le Baiser", 1951.
René Magritte schöpfte aus Alltäglichem
Entstanden sind seine Meisterwerke im beengten bürgerlichen Ambiente - in der Küche seines Wohnhauses, in Gesellschaft seiner Frau Georgette. Hier verknüpfte René Magritte das Banale mit dem Ungewöhnlichen, dem Mysteriösen, dem Erotischen. Von hier aus brachte Magritte ein konservatives Weltbild ins Schwanken. Seine Bildwelten sind subtil - Das Unheimliche schleicht sich ganz unauffällig beim Betrachten der Bilder von René Magritte in unser Unterbewusstsein ein.
"Periode Vache" - auch René Magritte hatte seine Trash-Phase
Bei einer Surrealismus-Ausstellung 1948 in Paris ein Skandal: In nur drei Monaten entstanden für René Magritte völlig untypische, von Karikaturen und Comics beeinflusste Arbeiten. Kurz nach der Pariser Skandal-Ausstellung gelang Magritte übrigens über eine New Yorker Galerie der internationale Durchbruch - mit seinen subtileren Werken, versteht sich. Die "periode vache" ebenso wie die die "Renoir-Periode" der 1940er-Jahre sind ebenfalls in der Magritte-Ausstellung "Das Lustprinzip“ in der Albertina in Wien mit einigen Werken präsent.
"Wie ich die Augen öffne, wimmelt es in mir von Gedanken.
Es sind die Dinge, die ich
am Tag zuvor gesehen habe.
Ich erinnere mich auch an Dinge, von denen ich während der
Nacht geträumt habe.
Ich entsinne mich ihrer stets mit einem Empfinden großen Glücks,
und es ist wie ein Sieg für mich, wenn es mir gelingt, die Welt
meiner Träume wieder zu erobern."
René Magritte 1927
René Magritte - "Das Lustprinzip"
9. November 2011 – 26. Februar 2012
Albertina, Wien
Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Täglich 10-18 Uhr, Mittwoch 10-21 Uhr
Hier erfahren Sie weitere Details über die René Magritte -Ausstellung "Das Lustprinzip" in der Albertina, Wien.
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