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Dalí © Philippe Halsman

//// Österreich

Dalí in der Kunsthalle Wien - Le Surréalisme, c’est moi!

Von Juni bis Oktober 2011 präsentiert die Kunsthalle Wien eine Gegenüberstellung: Salvador Dalí versus zeitgenössische Künstler.

 

In der Dali-Ausstellung in Wien werden 70 Originale, darunter hauptsächlich Arbeiten auf Papier, aber auch zehn Gemälde (unter anderem „Der Koloss von Rhodos“ aus dem Jahre 1954) den Werken der jungen, zeitgenössischen Künstler Louise Bourgeois, Glenn Brown, Markus Schinwald und Francesco Vezzoli entgegen gesetzt. In den atmosphärisch gehaltenen Ausstellungsräumen der Kunsthalle Wien sind jeweils vier künstlerische Positionen der Kunst der Gegenwart in Dialog zu Salvador Dalí exponiert. Die Installationen, Skulpturen und Zeichnungen der zeitgenössischen Künstler dienen hier dem Zweck „aktuelle Tendenzen und Varianten surrealer Ästethik zu diskutieren“.

Die Ausstellungsreihe der Kunsthalle Wien, in der große Künstler aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Dialog mit zeitgenössischer Kunst stehen, wird so mit der Dalí-Ausstellung fortgesetzt. Kunsthalle-Chef und Kurator Gerald Matt zeigt anhand von weniger bekannten Werken des Künstlers wie bahnbrechend Salvador Dalí eigentlich war. Die Werke sind Leihgaben aus internationalen Sammlungen. Zu sehen in der Ausstellung in Wien ist unter anderem ‘‘The Eye‘‘ von Dalí (Salvador Dalí, The Eye, 1945, Privatsammlung).

Die ausgewählten Künstler teilen mit Salvador Dali das Interesse am Surrealismus

Markus Schinwald hat eigens für die Ausstellung eine Installation geschaffen, welche Bezug auf Dalís populär-surrealen „Erlebnisraum“ (den Dalí für die Weltausstellung 1939 in New York entwarf) nimmt.

Louise Bourgeois präsentiert Objekte in einer Art "Wunderkammer". Die Skulpturen und Zeichnungen sollen einen psychoanalytischen Zugang zum bildnerischen, in Träumen vorkommenden Unbewussten schaffen.

Glenn Brown's Kunst befasst sich mit dem Thema der Maltradition der Kunstgeschichte. Seine technisch virtuosen Gemälde, die aus illusionistischen Farboberflächen bestehen, thematisieren Rezeption und Appropriation sowie Postmoderne und Manierismus.

Francesco Vezzolis Arbeiten hingegen beschäftigen sich mit dem Phänomen der Berühmtheit auf den Projektionsflächen von Fantasien und Wünschen.

Salvador Dalí : "Ich bin der Surrealismus!"

''Ich würde immer bis zum Tod derjenige bleiben, der ich war, Dalí und nur Dalí!''

Salvador Dalí wurde 1904 im katalonischen Figueres geboren. Als Vertreter des Surrealismus zählt er zu den wohl bekanntesten und berühmtesten Künstlern seiner Zeit. 1929 fand Dalí sein Genre in der Welt des Unterbewussten, des Traums. Bekannt für seine „schmelzenden Uhren“ oder „brennenden Giraffen“ war Dalí in fast allen künstlerischen Medien gegenwärtig. Seine Kunst besteht aus Inszenierungen des Surrealismus in Wahnbildern, die Dalí durch sein malerisch-technisches Können im altmeisterlichen Stil darstellte, später bekannt unter „Fotorealismus“. Dalís häufigste Themen sind außer der Welt des Traums die des Rausches, des Fiebers und der Religion. Eines seiner beliebtesten Modelle war seine Frau Gala.

Salvador Dalí war einer der ersten Künstler, der sich mit Design, Kino und Massenmedien auseinandersetze und Vermarktungsstrategien verfolgte, die heute nur noch mit Andy Warhol in Verbindung gebracht werden. Seine Sympathie für den damaligen Diktator Francisco Franco sowie sein exzentrisches Verhalten und seine späteren Werke führten zu kontroversiellen Deutungen seiner Kunst und seiner selbst.

Auch war Dalí in der Kulturproduktion tätig und arbeitete unter anderem an Bühnenbildern und Schmuck. Ebenso drehte Dalí Werbespots. Salvador Dalí arbeitete mit Persönlichkeiten wie Luis Buñuel, Alfred Hitchcock und Walt Disney zusammen. Außerdem zierten seine Gemälde die Cover von Magazinen wie „Vogue“ oder „Haper’s Bazaar“. Surrealismus war für Salvador Dalí nicht nur eine Kunstform sondern auch eine Lebensweise.

Kunsthalle Wien - zeitgenössische internationale Kunst 

Mit ihren zwei Standorten im MuseumsQuartier und am Karlsplatz dient die Kunsthalle Wien laut Aussage ihres Kurators als Werkstatt, Labor und Verhandlungsort zeitgenössischer, internationaler Kunst. Bei der Kunsthalle Wien handelt es sich um eine Einrichtung der Stadt Wien mit den Schwerpunkten Fotografie, Video, Film, Installationen und neue Medien. Große themenspezifische Ausstellungen wie jene von Salvador Dalí sollen die Zusammenhänge von klassischer Moderne zum aktuellen Kunstgeschehen vermitteln. Andere Programme in der Kunsthalle Wien sind Retrospektiven bedeutender zeitgenössischer Künstler sowie wichtige kunstgeschichtliche Beiträge österreichischer Kunst nach 1945.

KünstlerInnen: Salvador Dalí und Louise Bourgeois, Glenn Brown, Markus Schinwald, Francesco Vezzoli
Costarring: Philippe Halsman, JeanMichel Othoniel, Eric Schaal, Andy Warhol.
Kurator: Gerald A. Matt
Wann: 22. Juni bis 23. Oktober 2011
Wo: Kunsthalle Wien im MuseumsQuartier, Halle 2
Adresse: Museumsplatz 1, A-1070 Wien

Salvador Dalí, Wien - Öffnungszeiten:
täglich 10 - 19 Uhr, Donnerstag 10 - 21 Uhr
Infoline: +43-1-52189-33
Anfahrt: U2 / U3 Station "Volkstheater", U2 Station "Museumsquartier"

Salvador Dalí, Wien - Eintrittspreise:
Normalpreis € 7,- / ermäßigt € 5,50
Studierende € 4,60
Ermäßigter Eintritt für "Presse" Abonnenten und Besitzer der artcard

Salvador Dalí, Wien - Kombitickets:
Dalí "Le Surréalisme, c’est moi!" + Weltraum:
Normalpreis € 12,50 / ermäßigt € 10,50 / Studierende € 5,-
Dalí - "Le Surréalisme, c’est moi!" + Weltraum + NHM
Normalpreis € 17,- / Studierende € 10,- / ViennaCard: € 5,60 / Kombiticket: € 9,- / Jugend in Wien: € 1,80 / Kombiticket: € 2,-

Und hier geht's zur Seite des Veranstalters.

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